Janis Tirtey
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[ Vergleich ] Build vs SaaS

Custom KI-Agent oder SaaS-Tool? Wann was Sinn macht.

Ich verkaufe Custom-Agenten. Aber nicht jeder Workflow braucht einen. Hier ein ehrlicher Vergleich, damit Sie nicht das falsche Werkzeug kaufen.

[ 01 ] Decision-Tree

Zwei Fragen, die alles entscheiden.

Bevor Sie über Tools nachdenken, klären Sie diese zwei Fragen. Die Antworten sortieren Sie schon zu 80 Prozent in das richtige Lager.

Frage 01

Ist Ihr Workflow Standard oder firmenspezifisch?

Standard

CRM, Buchhaltung, Standard-Email: SaaS reicht meistens. Zapier, Make oder n8n haben fertige Connectoren.

Firmenspezifisch

Mandanten-Triage, IDD-Doku, Quartalsreport mit Ihrem SAP: Custom-Agent gewinnt. Kein SaaS-Tool kennt Ihre Datenstruktur.

Frage 02

Müssen Daten in Ihrer Cloud bleiben?

Ja

DSGVO, Mandantengeheimnis, GoBD, BaFin: SaaS scheidet meistens aus. US-Vendor plus Schrems-II ist offen.

Nein

Marketing-Daten, öffentliche Inhalte: SaaS oft schneller live, Standard-Connectoren reichen.

[ 02 ] Side-by-Side

Zehn Achsen, ehrlich nebeneinander.

Keine Marketing-Folie. Echte Trade-offs. Lesen Sie Achse für Achse, nicht Zeile für Zeile, dann sehen Sie wo Ihr Workflow steht.

Time-to-Live
SaaS1 bis 2 Wochen für einfache Flows
Custom12 Wochen für produktiven Agent
Initial-Kosten
SaaS0 bis 5k € Setup
Custom4.800 € Audit + 14.000 € Pilot
Laufende Kosten
SaaS100 bis 1.000 € pro Monat Lizenz
Custom200 bis 600 € pro Monat Anthropic-API
Wo lebt der Code
SaaSIn SaaS-Plattform (Vendor-Lock)
CustomIn Ihrem Git, Ihrer Cloud
Datenschutz
SaaSDaten bei US-Vendor (Schrems-II offen)
CustomEU-Datenresidenz, AVV am ersten Auftragstag
Workflow-Tiefe
SaaSStandard-Use-Cases out-of-the-box
CustomFirmenspezifisch, eng integriert
Anpassbarkeit
SaaSPlattform-Limits (No-Code-Klick-Logik)
CustomVoller Code-Zugriff
Skalierung
SaaSMonatlich teurer pro User oder Action
CustomToken-Kosten linear, vorhersagbar
Vendor-Risiko
SaaSPlattform stirbt, alles weg
CustomCode lebt weiter, kein Lock-in
Übergabe an Ihre IT
SaaSSchwer (Plattform-Wissen nötig)
CustomMit Runbook plus Code-Doku
[ 03 ] Wann SaaS gewinnt

Drei Fälle, in denen Custom Overkill ist.

Wenn einer dieser Fälle Ihrer ist, kaufen Sie SaaS und sparen sich das Audit. Ich sage Ihnen das im Erstgespräch.

Beispiel 01

Standard-CRM-Flows

HubSpot- oder Pipedrive-Automation. Lead rein, Mail raus, Task im CRM. Zapier oder Make reichen, kein Custom-Code nötig.

Beispiel 02

Niedrig-Volumen, nicht firmenspezifisch

Wenn ein Prozess fünf Mal pro Woche läuft und Standard-Bausteine hat, lohnt sich kein Pilot. SaaS-Lizenz für 50 € pro Monat schlägt 14.000 € Festpreis.

Beispiel 03

Datenschutz unkritisch

Marketing-Automation für öffentliche Daten, Lead-Gen aus Webformularen, Newsletter-Workflows. Kein Mandantengeheimnis, kein BaFin. SaaS ist hier schneller live.

[ 04 ] Wann Custom gewinnt

Drei Fälle, in denen SaaS scheitert.

Diese drei Muster sehe ich am häufigsten. Wenn Ihr Workflow eines davon trifft, lohnt sich der Custom-Agent.

Beispiel 01

Mandanten-Triage Steuerkanzlei

Mandantengeheimnis plus DATEV plus GoBD. Kein US-SaaS darf Mandantenakten sehen. Custom-Agent in Ihrer Cloud, AVV am ersten Auftragstag.

Beispiel 02

IDD-Beratungsdoku Versicherungsmakler

BaFin und MaRisk-VA fordern auditierbare Doku-Pfade. Standard-SaaS hat keine IDD-Templates. Custom-Agent kennt Ihre Sparten und Ihre Tarife.

Beispiel 03

Quartalsreporting mit SAP-Setup

Eigene Datenstruktur, Buchungskreise, Konsolidierungslogik. Kein No-Code-Tool kann das ohne Verbiegen. Custom-Agent liest Ihr SAP wie Ihr Controlling.

[ 05 ] Hybrid-Ansatz

Für viele Mittelständler: SaaS für Standard, Custom für Kern-Workflows.

Die 80/20-Logik. SaaS deckt die breite, billige Standard-Schicht. Custom-Agent sitzt da, wo Ihr Wettbewerbsvorteil liegt.

SaaS für

CRM, Email-Marketing, Buchhaltungs-Standard, Newsletter, Lead-Capture. Bewährte Bausteine, klare Lizenzen, keine Eigenentwicklung.

Custom für

Ihre 1 bis 3 firmenspezifischen Hochwert-Workflows. Mandanten-Triage, Quartalsreport, Beratungsdoku. Da, wo Standard nicht reicht.

Ich helfe Ihnen die richtige Trennlinie zu finden, im Audit (5 Tage, ab 4.800 €).

[ 06 ] Honest Disclosure

Wenn Sie nur ein Standard-Tool wollen, sind Sie woanders besser aufgehoben.

UiPath, Make, Zapier oder n8n decken die Standard-Schicht oft günstiger ab als jeder Custom-Pilot. Ich baue für die Fälle wo SaaS nicht reicht. Im Audit sage ich Ihnen ehrlich wenn Ihr Workflow keinen Custom-Agent braucht und welches SaaS-Tool stattdessen passt.

[ 07 ] Decision-Quadrant

Wo landet Ihr Workflow?

Zwei Achsen, vier Felder. Datenkritikalität auf der einen Seite, Standardisierbarkeit auf der anderen. Dort wo die Linien sich treffen steht meistens schon die Antwort.

Custom-Pflicht

Hoch-kritisch + low-standard

Mandantenakten, Beratungsdoku, Reportings mit Ihrem eigenen Datenmodell. Kein SaaS-Tool kennt Ihre Struktur. Daten dürfen nicht raus.

Custom oder Enterprise-SaaS

Hoch-kritisch + standard

Standardisierte Compliance-Workflows mit hoher Datenkritikalität. Enterprise-SaaS mit DSGVO-AVV oder Custom-Agent, je nach Vendor-Risiko-Appetit.

Custom oder SaaS

Low-kritisch + low-standard

Firmeneigene Workflows mit unkritischen Daten. Beides geht. Entscheidet sich am Volumen und an der Frage wer das pflegt.

SaaS reicht

Low-kritisch + standard

CRM-Automation, Newsletter, Standard-Approvals. Zapier oder Make sind hier billiger und schneller live als jeder Custom-Pilot.

Standardisierbarkeit (links niedrig, rechts hoch)Datenkritikalität (unten niedrig, oben hoch)

Unsicher welcher Quadrant?

30-Minuten-Erstgespräch. Ich sage Ihnen ehrlich ob Ihr Workflow ein Custom-Agent ist oder ob ein SaaS-Tool reicht. Festpreis-Angebot innerhalb einer Woche.

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